DONAURIES wird zum Glückstreffer

Bei Konversionskonferenz Idee einer Regionalmarke vorgestellt

Als Investition in die Zukunft und Schritt zu einer regionalen Unternehmerge-meinschaft bezeichnete Landrat Stefan Rößle den Plan, für den Landkreis eine Regionalmarke DONAURIES zu etablieren. Bei der ersten Konversionskonferenz im neuen Festsaal auf der Harburg wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Konversionskonferenz_Glückstreffer

Bild: Dr. Hubert Bratl (links) und Landrat Stefan Rößle präsentieren die geplante Regionalmarke DONAURIES, die zum Glückstreffer nicht nur für den Landkreis werden soll.

Die Veranstaltung wurde organisiert vom Konversionsmanagement des Landkreises, das vor zwei Jahren eingerichtet wurde, um die Folgen der Kasernenschließung und den Verlust von Arbeitsplätzen für den Landkreis auszugleichen. Ein Handlungsfeld ist dabei das Standortmarketing mit der Etablierung einer Regionalmarke DONAURIES.

Landrat Stefan Rößle betonte in seinem Grußwort, es sei ihm ein persönliches Anliegen, die Trennung zwischen den beiden Altlandkreisen zu überwinden. Im Zuge der Entwicklung der Marke werde der trennende Bindestrich wegfallen. „Wir möchten als starkes DONAURIES wahrgenommen werden“, so Rößle und kündigte an, auch die Schreibweise für den Landkreis ändern zu wollen.

Dr. Hubert Bratl von der Firma invent, die den Markenentwicklungsprozess professionell begleitet hatte, erläuterte, warum es wichtig und richtig ist, für den Landkreis eine Marke zu entwickeln. „Sie haben genug Substanz für eine interessante Marke“, erklärte Bratl, und forderte dazu auf, jetzt aktiv zu werden. Denn andere Regionen in Deutschland würden nicht schlafen, ein Ausruhen auf dem bisherigen Erfolg sei daher gefährlich.

In mehreren Treffen wurde von einem Markenkomitee zusammen mit invent der Kern einer Regionalmarke DONAURIES erarbeitet. „Starkes Land für gutes Leben“ – so lautet die zentrale Botschaft der Marke. Daneben soll künftig auch mit dem Slogan „Glückstreffer“ geworben werden. Bratl machte aber deutlich, dass eine Marke nicht nur aus einem Logo und einer Werbespruch bestehe. Vielmehr stehe sie für bestimmte Werte, die nun aber kommuniziert werden müssten.

Wie das geschehen soll und welche Projekte im Rahmen der Marke DONAURIES geplant sind, stellte Konversionsmanager Stefan Wieschebrock vor. Dabei geht es vor allem um Maßnahmen in den Bereichen Fachkräftesicherung und Willkommenskultur. Regionsportal, Imagefilm, Botschafterkampagne sowie Online- und Printwerbung – mit unterschiedlichsten Maßnahmen will man Unternehmen dabei unterstützen, Mitarbeiter zu gewinnen und den Kommunen zu helfen, diese an die Region zu binden.

Wie wichtig gerade das Thema Willkommenskultur ist, wurde bei der abschließenden  Gesprächsrunde deutlich, an der neben Landrat Stefan Rößle und Dr. Hubert Bratl  mit Arno Bartels von der HPC AG und Michael Mayer von der Oettinger Brauerei zwei Firmenvertreter, die die Marke DONAURIES mitentwickelt haben und nun als Markenpartner unterstützen, dabei waren. Mayer berichtete über seine eigenen Erfahrungen vor vielen Jahren und plädierte dafür, die Willkommenskultur zu verbessern. „Professionell, aber herzlich“ müsse sie sein, erklärte Bratl: „Sie dürfen die Menschen, die Unternehmen, die zu Ihnen in die Region kommen, nicht allein lassen“.

Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Veit Meggle, dem Geschäftsführer des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries e.V., der organisatorisch die Trägerschaft für die Marke übernehmen soll. Er appellierte an Unternehmen wie an die Vertreter der Kommunen, dass die private Wirtschaft und die öffentliche Hand zusammenar-beiten müssten, um die Marke zu einem Erfolg zu führen. Seitens des Landkreises sagte Landrat Rößle zu, dass für jeden Euro aus der Wirtschaft der Landkreis einen Euro drauflege. Zudem werde der Landkreis das Personal stellen, damit die angedachten Projekte auch umgesetzt werden können. „Sie haben es in der Hand, dass wir für die Marke die erforderlichen Mittel bekommen“, erklärte er an die Adresse der Unternehmensvertreter. Denn Ende des Jahres werde der Kreistag darüber entscheiden, ob die Marke DONAURIES umgesetzt wird. Grundvoraussetzung dafür ist, dass sich möglichst viele Privatpersonen, Vereine und Unternehmen daran beteiligen. Allerdings war Landrat Stefan Rößle bei der Veranstaltung optimistisch: „Wir haben bereits 32 Markenpartner gewonnen, gemeinsam schaffen wir es, dass der Landkreis zum Glückstreffer wird“.

Dass das Thema Marke auf Interesse stößt, zeigte nicht nur die Zahl von rund 100 Teilnehmern, sondern auch interessierte Fragen und Wortmeldungen. Neben der Frage nach dem Nutzen für die Markenpartner und der Aufforderung, die Kommunen, Schulen, Verbände und Vereine stärker zu beteiligen, gab es auch den Wunsch, bei der Markenkommunikation Mut zu zeigen. Nicht so bieder konservativ, sondern frech und provozierend solle die Werbung sein, wünschte sich ein Teilnehmer. 

Bayerns Best 50

Gesucht sind Bayerns Best 50
Unternehmen können sich jetzt bewerben
Donauwörth (pm). Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie ehrt mit der Auszeichnung BAYERNS BEST 50 auch in diesem Jahr wieder die 50 wachstumstärksten mittelständischen Unternehmen. Der Preis zeichnet solche bayerischen Unternehmen aus, die in den letzten Jahren die Zahl ihrer Mitarbeiter und ihren Umsatz überdurchschnittlich steigern konnten. Landrat Stefan Rößle möchte für diese Anerkennung Wirtschaftsunternehmen aus dem Landkreis Donau-Ries vorschlagen, die sich in den vergangenen Jahren besonders hervorragend entwickelt haben.
Für diesen Wettbewerb nimmt das Landratsamt Bewerbungen von Unternehmen entgegen, bei denen die geforderten Voraussetzungen zutreffen. In Frage kommen dafür vor allem jene Betriebe, die sich in den vergangenen fünf Jahren zum einen als besonders wachstumsstark erwiesen haben und zum anderen Umsatz und Mitarbeiterzahl erheblich steigern konnten. Folgende Kriterien müssen erfüllt sein:
• es handelt sich um inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Bayern (der Inhaber muss Mitglied der Geschäftsführung, des Vorstandes oder Mitglied des Aufsichtsrates sein).
• Der Unternehmer hält mindestens 15 % der Anteile, im Falle einer AG mindestens 5 % der Anteile, ein Mitglied des Aufsichtsrats mindestens 50 % der Anteile.
• Das Unternehmen besteht seit mindestens 31. Dezember 2008, hatte mindestens 50 Mitarbeiter per Ende 2013 und maximal 5.000 per Ende 2009 und ist profitabel.
• Starkes Umsatz- und Mitarbeiterwachstum von 2009 auf 2013 (laut Jahresabschluss). Umsatz- und Mitarbeiterzuwachs fand auch von 2012 auf 2013 statt. Die Planungen für das Jahr 2014 versprechen weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung.
• Umsatzwachstum und Schaffung von Arbeitsplätzen entstanden vorwiegend durch organisches Wachstum oder durch eine Kombination von organischem Wachstum und Akquisition.
Berücksichtigt werden neben industriellen Mittelständlern auch Handwerksunternehmen, Freiberufler und Dienstleister.
Auch die betriebliche Ausbildung ist eine zentrale Stellschraube für unternehmerisches Wachstum und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Gleichzeitig ist sie Ausdruck gelebter gesellschaftlicher Verantwortung des Unternehmers. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und  Technologie verleiht deshalb an zwei Unternehmen einen Sonderpreis für herausragendes Engagement bei der Ausbildung im eigenen Betrieb.
Landrat Rößle würde sich freuen, wenn nach der Firma Fendt-Caravan GmbH aus Mertingen im Jahr 2013 wieder ein Unternehmen aus dem Landkreis Donau-Ries ausgezeichnet werden würde. Interessierte Unternehmen, die die o. g. Voraussetzungen erfüllen, sollen sich bis zum 21. März 2014 formlos beim Landratsamt, Stabstelle für Kreisentwicklung melden.  Diese Meldungen werden mit einem Empfehlungsschreiben von Landrat Rößle an die entsprechende Stelle weitergeleitet.
Interessierte Unternehmen können sich auch unabhängig von einem Vorschlag durch das Landratsamt direkt bei der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, z. Hd. Herrn Andreas Weissinger,  Nymphenburger Str. 3b, 80335 München, eMail andreas.weissinger@roelfspartner.de bewerben. Seit 24.02.2014 ist unter http://www.bb50.de/ eine Bewerbungswebseite freigeschaltet.

Projekttag Schule-Wirtschaft 2014

Schüler beim Besuch der Firma Destilla GmbH Flavours & Extracts in Kleinerdlingen

Nördlingen-Oettingen (wfv). 185 Schülerinnen und Schüler des Albrecht-Ernst-Gymnasiums Oettingen und des Theodor-Heuss-Gymnasiums Nördlingen nahmen an dem vom Wirtschaftsförderverband Donau-Ries e. V. durchgeführten Projekttag „Schule - Wirtschaft" die Gelegenheit wahr, einen Blick hinter die Kulissen der Rieser Firmen und Dienstleistungsbetriebe zu werfen.

Bei der Einführung in der Aula des Theodor-Heuss-Gymna-siums erläuterte der stellvertretende Geschäftsführer des Wirtschaftsförderverbandes Peter Schiele Sinn und Zweck der Aktion: „Betriebe haben heute Probleme, gute Fach- und Führungskräfte in der Region zu finden. Abiturienten wiederum haben oft wenig Vorstellung davon, welche beruflichen Chancen sich in ihrer unmittelbaren Umgebung auftun. Dem wolle der

Projekttag „Schule – Wirtschaft“ im Ries entgegenwirken. Dabei werden bewusst keine Betriebsführungen, sondern sogenannte Arbeitsplatzerkundungen durchgeführt.“ Schiele bedankte sich bei den Schulleitern der Gymnasien Oettingen und Nördlingen sowie den betreuenden Lehrern und allen beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit.

Die Schüler hatten in kleinen Gruppen Gelegenheit, qualifizierten Fachkräften in den Firmen über die Schulter zu schauen. Sie gewannen dabei wichtige Erkenntnisse, welche Berufsbilder auch in ihrer Heimat nach dem Studium an Universität und Fachhochschule möglich sind. Die Schüler verteilten sich auf 21 Unternehmen und Einrichtungen im Ries, von Druckereien bis zu Banken, vom Stiftungskrankenhaus bis zum Amtsgericht. Für viele von ihnen war dieser Projekttag der erste konkrete Schritt ins Berufsleben und gab Hilfestellung bei der bald anstehenden Berufswahl der Kollegiaten. Der Projekttag, der übrigens seit 23 Jahren veranstaltet wird, dient dazu, wichtige Verbindungen zu knüpfen, die später auch genutzt werden können, z. B. wenn es um einen Praktikumsplatz oder um das Anfertigen von Diplomarbeiten geht. Bei einer abschließenden Leberkäs-Brotzeit in der Aula des Theodor-Heuss-Gymnasiums konnten die Schüler die gewonnenen Eindrücke nochmals diskutieren. Einhelliger Tenor war dabei, dass dieser Projekttag für die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen erbracht habe.

Wirtschaftsförderverband sponsort Berufswahlpass

Der Wirtschaftsförderverband Donau-Ries e.V. hat auch in diesem Jahr den Schülerinnen und Schülern der Mittelschulen im Landkreis Donau-Ries den neuen Berufswahlpass kostenfrei zur Verfügung gestellt. Diesen Ordner müssen seit dem Schuljahr 2010/2011 alle Mittelschüler ab der 7. Klasse anlegen. Für das aktuelle Schuljahr wurden 500 Stück bestellt.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 M der Gebrüder-Lachner-Mittelschule Rain haben ihre Berufswahlpass-Ordner bereits erhalten. Überreicht wurden sie von Veit Meggle, Geschäftsführer des Wirtschaftsförderverbandes Donau-Ries e. V. (rechts), und Sabine Engleder, der Schule-Wirtschafts-Expertin im Schulamt Donau-Ries (2. von rechts), Fachlehrer Gerhard Sauter (links vorne) sowie Rektor Wolfgang Janson (links hinten).
Sabine Engleder hatte den Wirtschaftsförderverband um finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung des Berufswahlpasses gebeten. Der große Vorteil des Berufswahlpass ist es u.a., dass er es Eltern, Lehrkräften, der Berufsberatung und Betrieben ermöglicht, die Jugendlichen auf ihrem Berufsfindungsweg noch besser zu unterstützen. Denn er begleitet einen Schüler quasi sein ganzes Leben lang. In vier Modulen erfahren die Schülerinnen und Schüler, wo es Angebote zur Berufsorientierung gibt und sie bekommen Infos zum Thema Berufswahl. Daneben erhalten die Buben und Mädchen Informationen über den Landkreis Donau-Ries, wobei geplant ist, den Ordner künftig noch mehr um regionale Informationen und Angebote zu erweitern.

AK Wirtschaft tagt bei Fendt-Caravan

Themen Fachkräftesicherung und Marketing diskutiert
Donauwörth/Mertingen (pm). Der Arbeitskreis Wirtschaft der landkreisweiten Imagekampagne Donau-Ries traf sich jüngst bei Fendt-Caravan, um neue Projekte im Bereich Marketing und Fachkräftesicherung anzustoßen.
Marketingleiter Thomas Kamm hatte den AK Wirtschaft zu Fendt-Caravan nach Mertingen eingeladen. Nach einer Führung durch das Werk begann die inhaltliche Arbeit. Günther Zwerger, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung im Landkreis Donau-Ries, begrüßte die Teilnehmer zur Sitzung. Er stellte klar, dass der Landkreis die Gewinnung von Fachkräften durch Marketing und Unternehmen konkret bei Projekten unterstützen möchte: „Wir verfolgen weiterhin das Ziel zum Wohl der Region und zum Wohl der Unternehmen zu agieren.“
Eines dieser Projekte ist das innovative Online-Magazin Donau-Ries, das inzwischen über 5.000 Aufrufe verzeichnen kann. Auch das Thema Fachkräftesicherung wurde intensiv behandelt, da mehr und mehr Unternehmen im Landkreis Fachkräfte suchen. In einer Befragung aller Unternehmen soll geklärt werden, wie sich die Fachkräftesituation darstellt und mit welchen Maßnahmen der Landkreis unterstützen kann.
Bei der nächsten Sitzung wollen sich die Mitglieder intensiv mit dem Thema „Marke Donau-Ries“ beschäftigen, also wie kann das Marketing des Landkreises noch verbessert werden.
Betreut wird der AK Wirtschaft durch Regionalmanager Klemens Heininger. Weiterführende Informationen gibt es unter www.donau-ries.de/regionalmanagement.

Die Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaft der landkreisweiten Imagekampagne: Alexander C. Fischer (TIGRA), Günther Zwerger (Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung), Thomas Kamm (Fendt-Caravan), Regina Rabuser (Dehner), Jürgen Schmidt (Design Konzept), Wolfram Uhl (Eigner Bau), Timm Metzler (Sparkasse Nördlingen), Veit Meggle (Wirtschaftsreferent), Arno Bartels (HPC), Stefan Wieschebrock (Konversionsmanager) und  Günter Katheder-Göllner (Familienbeauftragter). Bild: LRA